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26.07.2016, Konstanz
Ein Traum für Auszubildende - Während der Ausbildung ins Ausland

IHK-Projekt Go.for.europe macht dies möglich - Sedus Stoll AG engagiert sich tatkräftig

Michael Wiedemer, Personalreferent der Sedus Stoll AG, engagiert sich tatkräftig für das Projekt Go.for.europe.

Warum beteiligt sich Sedus Stoll als Ausbildungsbetrieb an dem Projekt? Und ermöglicht den Auszubildenden ein Auslandspraktikum während der
Ausbildung?

Wir, als Ausbildungsbetrieb verfolgen eine europäische Denkweise. Ich empfinde es daher als sehr, sehr wichtig auch bei den jungen Menschen diesen europäischen Horizont zu öffnen. Das Projekt Go.for.europe ermöglicht es uns, unsere Azubis während der Ausbildung ins Ausland zu entsenden und bietet außerdem eine tolle Unterstützung für dieses Vorhaben an.

Wir sind so begeistert von dem Projekt, dass wir für unsere Firma einen eigenen Antrag gestellt haben. So können wir noch mehr Azubis das Praktikum im Ausland ermöglichen. Der Vorstand hat damals, meinen Vorschlag einen eigenen Antrag zu stellen, sehr begrüßt. Auch von unseren Auszubildenden selbst erhalten wir nur positives Feedback. Alle sind sehr dankbar, die Möglichkeit zu bekommen, ein Auslandspraktikum als Teil ihrer Ausbildung absolvieren zu können. Bisher hat auch alles immer super geklappt mit dem Ergebnis, dass sich immer mehr Azubis für das Projekt interessieren. Das Projekt hat sich in unserem Betrieb inzwischen als wichtiger Bestandteil innerhalb der Ausbildung etabliert. Für uns trägt dies ungemein zur Steigerung der Attraktivität als Ausbildungsunternehmen bei.

Die Auszubildenden bekommen die Chance, ihreSprachkompetenz zu verbessern und erlangen Sicherheit bei der sprachlichen Anwendung, beim Telefonieren und bauen Berührungsängste ab. Sie haben es schon angesprochen. Viele Azubis konnten bereits an dem Projekt teilnehmen und ein Praktikum im Ausland absolvieren.

Inwiefern profitieren die Azubis, aber auch das Unternehmen von dieser Erfahrung?

Bereits im Bewerbungsgespräch fragen viele Bewerber aktiv nach dem Projekt. Andere Auszubildende werben für das Projekt und somit auch für die Ausbildung. Vor allem während der Zeit im Ausland posten viele Teilnehmer Fotos in Social-Media-Plattformen. Wir verzeichnen, auch dank dem Projekt, konstante Bewerberzahlen und erhalten wirklich gute Bewerbungen aufgrund des hohen Interesses an einem Auslandspraktikum.

In der Regel entsenden wir die Azubis gegen Ende des ersten Ausbildungsjahres ins
Ausland. In den vier Wochen erleben die Azubis einen Sprung in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Das merken wir besonders, wenn die Auszubildenden aus dem Ausland zurückkehren. Viele müssen sich und das Arbeitsleben zum ersten Mal selbständig  organisieren. Sie nabeln sich ein Stück weit von Zuhause ab und sind auf sich gestellt. Außerdem eröffnet ein Auslandspraktikum ganz neue Chancen am Arbeitsmarkt und ermutigt viele Azubis nach der Ausbildung noch eine Weiterbildung oder Ähnliches zu machen.

Nicht zu unterschätzen ist auch der finanzielle Zuschuss. Dieser ist für uns von enormer Bedeutung. Das Projekt wird von mehreren Partnern bezuschusst. Zum Großteil werden die Auslandspraktika von dem EU-Berufsbildungsprogramm Erasmus+ finanziert. Ein hoher finanzieller Anteil an dem Gesamtprojekt kann so durch die Geldgeber getragen werden.

Was gilt es zu beachten und wie läuft eine solche Entsendung ins Ausland in der Regel ab? Mit welcher Unterstützung können Unternehmen und Azubis rechnen?

Unternehmen, die einen Antrag für sich stellen, müssen sich darüber im Klaren sein, dass damit einige Stunden Arbeit zusammenhängen. Allerdings bietet die IHK eine enorme Unterstützung und der Antrag wurde bisher auch immer bewilligt. Ich arbeite seit 2009 mit der Projektleiterin Verena König zusammen. Ich schätze die Unterstützung der Servicestelle Go.for.europe sehr und bin dankbar, Frau König als Ansprechpartnerin zu haben.

Wichtig zu wissen ist ebenfalls, dass die Azubis während dem Auslandsaufenthalt weiterhin ihren Lohn bekommen. Die Auszubildenden werden von dem Unternehmen für diese Zeit freigesellt. Für die Teilnehmer handelt es sich hierbei nicht um Urlaub, sondern um eine Verlagerung des Lernortes.

Wir versuchen die Azubis so gut wie möglich auf die Zeit im Ausland vorzubereiten. Es werden beispielsweise zusätzliche Themen im internen Ausbildungsunterricht durchgesprochen. Oder der Exportleiter hält einen Vortrag zum Thema Arbeitswelt in England.

Was würden Sie Unternehmen oder Auszubildenden raten, die mit dem Gedanken spielen, an dem Projekt Go.for.europe teilzunehmen?

Zuallererst, würde ich jedem raten, es lohnt sich, es lohnt sich extrem für alle. Wenn man mit dem Gedanken spielt, einfach probieren. Als Unternehmen kann zu Beginn die tolle Möglichkeit über die IHK genutzt werden und ein oder zwei Azubis entsendet werden. Dadurch entsteht automatisch genügend Werbung innerhalb des Unternehmens, dass die nächsten Azubis anklopfen und ebenfalls an dem Projekt teilnehmen möchten. Größere Unternehmen können dann immer noch einen eigenen Antrag stellen.

Veronika Isle macht eine Ausbildung zur Industriekauffrau bei Sedus Stoll. Sie hat ihr Auslandspraktikum in Plymouth in England absolviert. Uns erzählt sie von ihren Erfahrungen.

Ich habe mich sehr auf mein Praktikum im Ausland gefreut. Am Anfang hatte ich etwas Bedenken wegen der englischen Sprache, aber es hat alles super geklappt. Die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit. Ich habe dort in einer sozialen Gemeinschaft, vergleichbar mit der Tafel hier in Deutschland, gearbeitet. Ich durfte auch einige  Bürotätigkeiten übernehmen, aber der Kontakt zu den Menschen hat mir am meisten Freudebereitet.

Während dem Aufenthalt in England habe ich sehr viel Englisch gesprochen und viel Neues dazugelernt. Das Team hat mich bei der Arbeit voll miteinbezogen und ich fühlte mich gut aufgehoben. Die Kinder von meiner Gastmutter sind alle schon ausgezogen und sie hat es vermisst, jemand um sich zu haben. Dort waren noch weitere Azubis und Studenten untergebracht. So konnten wir uns auch untereinander austauschen. Meiner Gastmutter hat es genauso viel Spaß gemacht wie mir. Sie hat ihren Job als Hostmum geliebt und hat für alle gut gesorgt.

Auch über das Wetter kann ich mich nicht beschweren. Es hat gerademal zwei- oder dreimal geregnet. Ich würde das Projekt auf jeden Fall weiterempfehlen und jederzeit nochmal daran teilnehmen. Es hat mich vor allem persönlich stark weitergebracht.

Ansprechpartnerin bei der Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee:
Verena König
Projektleiterin Go.for.europe
Telefon 07531 2860-157
verena.koenig@konstanz.ihk.de

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Unsere Teilnehmer sagen:

Ein tolles Projekt bei dem man sich sowohl sprachlich, kulturell als auch in der praktischen Kompetenz weiterbilden kann. Ich kann dieses Projekt nur weiter empfehlen und würde es jederzeit nochmals wiederholen.
Stefan, 20 Jahre, war vier Wochen zu einem Praktikum in England


Im Vorfeld finde ich es toll, dass Azubis solch eine Chance gegeben wird. Der Aufenthalt in Barcelona war für mich einer der besten Erlebnisse, meines nun 20-jährigen Lebens. Vor meinem Aufenthalt konnte ich nicht ein Wort Spanisch, jetzt immerhin die Basics. Auch beruflich und sozial habe ich viel Neues kennengelernt, den "spanish way of life" sollte jeder mal erlebt haben.
Tobias, 20 Jahre, war vier Wochen zu einem Praktikum in Spanien

Ausgezeichnete Qualität

Seit 2009 stellt Go.for.europe mit seinen Teilprojekten BeEurope, EuroTrainee und EuroSkill-plus regelmäßig Förderanträge (Leonardo da Vinci / Erasmus+) bei der NA beim BIBB. Diese wurden bisher mit "gut" oder "in ausgezeichneter Qualität" bewertet. Sowohl die Qualität der Projektanträge als auch das erfolgreiche Projektmanagement der bisher durchgeführten Projekte bestätigen den Erfolg von Go.for.europe.


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