beeurope.de Home
Impressum |   

Erfahrungsberichte von Teilnehmer/innen

Ferdinand Nagy: Neue Kultur und viel Spaß

Name: Ferdinand Nagy

Alter: 22 Jahre

Ausbildungsberuf: Elektroniker für Geräte und Systeme, 3. Lehrjahr


Auf das Projekt „Go for europe“ von der BBQ kam ich durch meinen Betrieb, Berthold Technologies. Dieser ermöglichte es mir, mich als Belohnung einer guten Zwischenprüfung bei der BBQ für das Auslandspraktikum zu bewerben. Hintergrund war, Abwechslung in die Ausbildung zu bringen, gleichzeitig die englischen Sprachkenntnisse zu verbessern und möglichst Spaß an dem Aufenthalt in England zu
haben. Nebenbei sollte dieses dreiwöchige Praktikum sich auch noch gut im Lebenslauf machen.

Mein persönlicher Wunsch der Reise war es, viel Neues in England zu entdecken und möglichst viel über die Kultur und die Menschen dort zu lernen und mitzunehmen.

Nach meiner recht kurzen Vorbereitungszeit, welche hauptsächlich aus dem Bearbeiten von Crashkursaufgaben in verschiedenen Englischtrainern bestand, machte ich mich mit den anderen neun Teilnehmern des „go for europe“-Projekts auf nach England. Die Anreise per Zug/Auto, Flugzeug und Fahrdienst war gut durchgeplant und in keinster Weise stressig. Bei unserem Gastgeber in Brixham angekommen, wurden wir nach englischer Manier herzlichst begrüßt und
mir und meinen zwei Mitbewohnern aus der Gruppe wurden die Räumlichkeiten der Haushälfte gezeigt. Das Zimmer das die nächsten vier Wochen mein Rückzugsort sein sollte, teilte ich mit einem anderen Teilnehmer. Das kleine aber feine Bad teilten wir uns zu dritt. In der Küche bekamen wir Fächer in Speisekammer und Kühlschrank wo wir unsere Lebensmittel verstauen konnten, zugeteilt. Der Aufenthalt basierte nämlich auf kompletter Selbstversorgung. Lediglich Bettwäsche, Klopapier und Handtücher waren schon vor Ort für uns verstaut.

Somit war die erste Herausforderung die Eigenständigkeit im neuen Umfeld. Es brauchte eine kurze Weile bis ich günstige Lebensmittelläden und gute Zeitpunkte zum Einkaufen fand. Während der ersten Woche besuchte die ganze Englandgruppe einen Sprachkurs, welcher die Aufnahme von Gesprächen mit Einheimischen erleichtern und die Angst vor dem englischen Reden verkleinern sollte. Dort lernte sich die gesamte Gruppe besser kennen, man sprach über die Freizeitmöglichkeiten und über die Angewohnheiten der Engländer. Nach den vier Sitzungen, bekamen wir am Freitag der ersten Woche noch die Möglichkeit einen kulturellen Kurztrip in die Hauptstadt der Grafschaft Devon zu unternehmen.

In der ersten Woche lernte ich zunächst mein neues Umfeld kennen. „Wo kann man gut essen?“, „Wo kann man sich mit der Gruppe abends treffen?“ und „Wie komme ich wann wohin?“ waren wichtige Fragen die in der ersten Woche beantwortet wurden. Das verlängerte erste Wochenende wurde direkt genutzt um so viel von England zu sehen wie möglich. Da sich alle aus der Gruppe untereinander gut verstanden war es sehr einfach einen Ausflug nach London zu planen und zu organisieren. Dort besichtigten wir bekannte Gebäude und Orte und hatten einen fantastischen „Urlaub“ im „Urlaub“, bevor die „harte“ Arbeit losging. Auch die nächsten Wochen traf sich die Gruppe des „go for europe“-Projekts an Wochenenden und nach der Arbeit um Dinge zusammen zu unternehmen und zu besichtigen. Unter anderem besuchten wir die Höhle „Kens' Kavern“, verschiedene Strände, das alte „Cockington Village“, die Hochplattform „Berryhead“ und viele Orte mehr. Außerdem plante die ansässige Organisation TTP jeden Donnerstag einen Ausflug für alle Englandbesucher in und um Torquay.

Das dreiwöchige Praktikum begann am Dienstag der zweiten Woche. Ich wurde von einem Mitarbeiter der TTP-Organisation abgeholt und zu meinem Praktikumsplatz gebracht. Dort wurde ich den Mitarbeitern vorgestellt und „übergeben“. Die Firma Speeder Ltd. ist eine kleine ca. sechsköpfige Firma aus der herstellenden Industrie. Sie ist in einer Art zweistöckigen Werkstatt ebenfalls in Brixham ansässig. Sodass ich künftig nur einen 10 minütigen Fußweg zur Arbeit hatte. Von den beiden Arbeitern Kevin und Jamie wurde ich herzlich empfangen. Kevin zeigte mir die Räumlichkeiten wie Büro, Lager und Werkstatt. Den Besitzer des Unternehmens, Andrew lernte ich erst später kennen. Anschließend durfte ich mich mit meinem Arbeitsplatz vertraut machen. Die Münzeinwurfautomaten für Waschmaschinen und anderen Geräten, welche die Firma Speeder produzierte bestanden hauptsächlich aus einer Elektronikeinheit, einem Display, einem Münzmechanismus, welcher die falschen von den richtigen Münzen sortierte und natürlich einem Gehäuse.

In den drei Wochen ging ich nahezu jeden Arbeitsschritt zum Aufbauen der Geräte durch, was mir sehr gut gefiel. So lernte ich die Geräte und ihre Funktion genau kennen. Während meiner Praktikumszeit lötete und baute ich Elektronikeinheiten und Displays zusammen, stellte Münzmechanismen ein und setzte Schlösser in die Münzfächer ein. Die Arbeiten waren leicht und gut zu bewältigen. Die Mengen waren akzeptabel, sodass die jeweiligen Aufgaben nicht zu langweilig wurden.

In den Pausen wurde man immer wieder von den Hunden der Mitarbeiter belustigt und man hatte viel zu reden und zu lachen.

Das Englandpraktikum war zweifelsfrei eine fantastische Erfahrung. Ich bin sehr dankbar, dass ich Teil von dem Projekt „go for europe“ sein durfte. Wie ich es mir gewünscht hatte, habe ich dort viel gesehen, gelernt und erlebt. Ich konnte viel von der englischen Kultur und den Gewohnheiten erfahren und bin teilweise ein bisschen neidisch auf zum Beispiel die Umgangsformen und die Höflichkeit der Gesellschaft in England, allerdings auch zufrieden mit der deutschen Kultur. Allerdings wurden auch Ziele der Unternehmung nicht erreicht. Da ich in England ständig mit anderen Deutschen in Kontakt war, die unter anderem sehr viel geringere Englischkenntnisse hatten als ich, wurde sehr oft sich nur in deutsch unterhalten. Englische Gespräche suchte ich überwiegend mit meinem Gastgeber und den Kollegen bei der Arbeit auf. Diese führten aber in der dann doch zu kurzen Zeit in England nicht wirklich zum Verbessern meiner Kenntnisse. Dazu kommt, dass Ich zu fast keinem Zeitpunkt alleine unter Engländern war, also nie „gezwungen“ war englisch zu reden, was zum eigentlichen lernen sehr gut gewesen wäre.

Um am besten Englisch lernen zu können, hätte man in so „kurzer“ Zeit, wesentlich mehr alleine Unterwegs sein müssen. Nichts desto Trotz, empfehle ich einen Englandaufenthalt jedem der die Möglichkeit dazu hat. Man lernt viele neue Menschen kennen, eine neue Kultur, man wächst in bestimmten Situationen über sich hinaus und kann wirklich sehr viel Spaß dabei haben.

Ich bedanke mich bei allen Beteiligten, meiner Gruppe und bei allen, die den Englandaufenthalt ermöglicht haben.


Ferdinand Nagy: Neue Kultur und viel Spaß

Informationen anfordern

Zurück



AKTUELL

Besuchen Sie uns auch auf facebook

Ausgezeichnete Qualität

Seit 2009 stellt Go.for.europe mit seinen Teilprojekten BeEurope, EuroTrainee und EuroSkill-plus regelmäßig Förderanträge (Leonardo da Vinci / Erasmus+) bei der NA beim BIBB. Diese wurden bisher mit "gut" oder "in ausgezeichneter Qualität" bewertet. Sowohl die Qualität der Projektanträge als auch das erfolgreiche Projektmanagement der bisher durchgeführten Projekte bestätigen den Erfolg von Go.for.europe.


BBQ Berufliche Bildung gGmbH, Stuttgarter Straße 9-11, 70469 Stuttgart | 
BWHT, Heilbronner Straße 43, 70191 Stuttgart | 
BWIHK c/o IHK Hochrhein-Bodensee, Reichenaustraße 21, 78467 Konstanz | Südwestmetall, Löffelstraße 22-24, 70597 Stuttgart | Impressum